E-Scooter - Ein Trend oder das neue Fortbewegungsmittel?


Pia Breh
Business Development

Ibtissam Ouakil
Content Marketing




Man sieht sie mittlerweile überall in den Großstädten, an jeder Straßenecke stehen sie und ständig wird man von Menschen auf den E-Scootern überholt. Doch ist das nur ein Hype oder handelt es sich hierbei um das Fortbewegungsmittel der Zukunft? 

Immer wieder zeigen sich neue Anbieter, die uns die Auswahl an den coolen Rollern erweitern und die Sozialen Medien sind voll damit. Die Bedienung ist kinderleicht: App herunterladen, anmelden und schon kann es los gehen. E-Scooter kosten keinen Sprit, sind einfach zu bedienen und das Fahren macht einen riesen Spaß. Was vor allem herausstricht, sind die Vorteile in der Nutzung gegenüber unserer Umwelt. Ein Großteil der Bevölkerung lebt in Städten und dort ist bekanntlich auch ziemlich viel los. Statt für kurze Strecken das Auto oder Motorrad zu nehmen, stehen die E-Scooter an verschiedenen Stationen bereit und können auch unabhängig voneinander wieder abgestellt werden. 

Die E-Scooter hätten im Grunde auch eine Idee für eine unserer neuen Challenges sein können. Gemeinsam mit der EnBW Innovation suchen wir nämlich nach klugen Köpfen, die den Klimawandel im öffentlichen Raum bekämpfen und dafür Maßnahmen für eine der größten Herausforderungen unserer Zeit erarbeiten. Alleine oder in einem Team können motivierte Studierende, (Jung-)Forscher, Gründungswillige oder Early Stage Startups ein innovatives und tragfähiges Geschäftsmodell entwickeln, das Umweltschäden reduzieren soll und Treibhausgase und den Klimawandel in unserer städtischen Umwelt bekämpft.  

Aber zurück zu den Rollern - diese sind vielleicht gar nicht so perfekt wie sie scheinen. 

Mehr als nur Fahrspaß 

Die Herstellung der Scooter ist mit einem sehr hohen Energieverbrauch verbunden und somit nicht ganz umweltfreundlich. Hinzu kommt, dass das Konzept noch nicht ganz ausgereift ist und sich immer wieder neue Probleme ergeben. Die Stadt Marseille hat aktuell mit neuen Herausforderungen zu kämpfen, die von den Anbietern vor der Einführung höchstwahrscheinlich nicht erwartet wurden. Einige Bürger haben nämlich ihren Spaß daran gefunden, die E-Scooter nach dem Gebrauch ins Meer zu werfen. Ein dummer Jugendstreich könnte man denken, doch damit ist nicht zu spaßen. Die Batterien der Roller sind sehr giftig und schädlich für die Umwelt. Mittlerweile werden mit Hilfe von Freiwilligen, dutzende Roller aus dem Wasser gefischt und die Stationen aus der Reichweite des Hafenbeckens verlegt. 

In Deutschland hat sich dieser Streich noch nicht durchgesetzt, es bleiben jedoch immer noch Fragen zur Sicherheit offen. Die meisten Menschen haben kein Auto und können mit den E-Scootern trotzdem Teil der Mobilität sein. Ein Großteil der Fahrer, nutzt die E-Scooter jedoch ohne Helme und nicht selten kam es schon zu Unfällen, die auch ein tödliches Ende genommen haben. Sie sind also ungeschützte Verkehrsteilnehmer, was für die Regierungen weiterhin eine aufwendige Lösungsfindung bedeutet.  

Der Bundesrat hat allerdings einen ersten wichtigen Schritt getan und Regeln aufgestellt: 

https://www.tagesschau.de/multimedia/video/video-540341~player_branded-true.html 

Ob sich die E-Scooter auch in Zukunft durchsetzen werden bleibt noch offen.  

Klar ist, dass sich die Meinungen zu den Rollern Spalten und eine langwierige Diskussion noch aussteht.