Nachhaltiges Handeln betrifft alle Menschen und bedeutet viel mehr als „nur“ Naturschutz. Gesellschaftliche Herausforderungen spielen sich schon lange auf globaler Ebene ab und sind eng miteinander verwoben. Wir können nur positiven Einfluss auf die Entwicklung unserer Welt nehmen, wenn wir all diese Aufgaben gemeinsam bewältigen. 

Wir als ekipa nehmen diese Mission an, da wir uns als elementaren Bestandteil einer innovativen und nachhaltigen Zukunft verstehen. Unsere Vision ist es weltweit mutige Menschen und Organisationen zu verbinden und zu befähigen. Wir sind davon überzeugt, dass wir damit Menschen, Märkte und unsere Welt positiv verändern können. Um diese Ziele zu erreichenstarten wir im Frühling eine neue Projektreihe – So stay tuned! 

Die Agenda 2030 

Wie soll unsere Welt in zehn Jahren aussehen? Der Antwort dieser Frage näherten sich die Mitgliedsstaaten der UN, als sie sich im Jahr 2015 zur Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung bekannten. Die Agenda 2030 ist ein Fahrplan zur Erreichung der 17 Ziele der Nachhaltigkeit (Sustainable Development Goals), die soziale, ökologische und ökonomische Dimensionen integriert. Alle Dimensionen stehen nebeneinander auf einer Ebene und werden mit der gleichen Wichtigkeit behandelt, da sie alle zusammenhängen. Die 169 Zielvorgaben, die den SDG’s zugrunde liegen, zeigen den Umfang und den Ehrgeiz der universellen Agenda auf. Die Unterziele und Ziele sind an den Leitthemen „Menschen, Erde, Wohlstand, Frieden und Partnerschaften“ orientiert. Sie sollen aufbauend auf den Millenniums-Entwicklungszielen  das vollenden, was bisher nicht erreicht wurde.  

Der SDG-Compass: So können wir die SDG’s umsetzen. 

Eine wichtige Änderung gegenüber den Milleniums-Entwicklungszielen ist, dass sich die Ziele nicht mehr nur an Entwicklungs- und Schwellenländer richten, sondern insbesondere auch an die Industrienationen. In der Agenda2030 wird außerdem die Rolle von nicht-staatlichen Akteuren aus Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft betont, unter anderem dadurch, dass zahlreiche Ziele direkt an Unternehmen gerichtet sind. Dies lässt die Frage aufkommen, wieso so wenige Unternehmen bisher aktiv an der Umsetzung der Agenda2030 mitwirkten.  

Unternehmen sind je nach Geschäftsmodell, Branche und Region unterschiedlichen Risiken ausgesetzt und haben unterschiedliche Ressourcen für die Beteiligung an dieser Mission. Nicht für alle Unternehmen ist es einfach, die SDG’s in ihrer Komplexität zu erfassen und in die eigene Geschäftsstrategie zu integrieren. Deshalb haben der UN Global Compact gemeinsam mit der Global Reporting Initiative und dem World Business Council for Sustainable Development den SDG Compass ins Leben gerufen, der als Orientierungshilfe für unterschiedliche Stakeholder dienen soll, in dem er sich an den am verbreitetsten Corporate Social Responsbility Rahmwerken orientiert. Der Leitfaden stellt fünf Schritte vor, mit denen Unternehmen ihren Beitrag zu den SDGs maximieren können. Unternehmen können diese fünf Schritte anwenden, um ihren Kurs festzulegen oder auszurichten, je nachdem, wo sie sich auf dem Weg befinden, sicherzustellen, dass Nachhaltigkeit ein Ergebnis der Kerngeschäftsstrategie ist.

 

Investitionen in eine nachhaltige Zukunft zahlen sich aus 

Es ergeben sich große Chancen zur Erreichung der Agenda 2030, wenn sich alle Systeme der Welt durch neue Geschäftsmodelle und Innovationen verändern würden, die möglichst viele Mehrwerte generieren. So steht es im „Better Business Better World“ Report der UN-Kommission für Wirtschaft und nachhaltige Entwicklung. Immer mehr Organisationen und Unternehmen auf der ganzen Welt entscheiden sich für die Integration der SDG’s in ihre Arbeit, denn um realen Erfolg zu erzielen, müssen Unternehmen heute in nachhaltige Entwicklung investieren. Gleichermaßen spielen Unternehmen für die erfolgreiche Umsetzung der Agenda2030 eine essenzielle Rolle. Der Erfolg von nachhaltigen Unternehmen spiegelt für die gesamte Gesellschaft die Realisierung der 17 Nachhaltigkeitsziele wider, denn sie liefern die Beweise dafür, dass sich Investitionen in die Zukunft unmittelbar auszahlen. 

Die Strategie der UN hat demnach einen großen Einfluss auf Organisationen und Unternehmen, die in den Mitgliedsstaaten agieren. Eine PwC Studie zeigt, dass 41 Prozent der befragten Unternehmen die Agenda 2030 in ihre Strategie integrieren wollen. 78 Prozent der befragten Bürger:innen würden die Produkte und Dienstleistungen von Unternehmen in Anspruch nehmen, die die Nachhaltigkeitsziele Produkte und Dienstleistungen von Unternehmen in Anspruch nehmen, die eine Nachhaltigkeitsstrategie verfolgen. Dies bringt einen enormen Wettbewerbsvorteil mit sich. Die hohe Relevanz des Themas wird zusätzlich dadurch verdeutlicht, dass 90 Prozent der befragten Bürger:innen von Unternehmen sogar erwarten, dass sie sich mit den SDG’s befassen. 

Wirtschaftlich Agierende, die langfristig Erfolge erzielen möchten, müssen daher ihre Geschäftsstrategien in Einklang mit den globalen Ambitionen ihrer Regierungen bringen. Entscheidend ist dabei, dass die Wechselwirkungen der einzelnen Ziele betrachtet werden müssen und ein ganzheitlicher Ansatz verfolgt wird, denn die Erreichung eines isolierten SDG’s kann negative Effekte auf andere Nachhaltigkeitsziele haben. Beispielsweise könnten in kurzer Zeit effektive Lösungen für das SDG12 „Nachhaltiger Konsum und Produktion“ gefunden werden, die sich allerdings Menschen in weniger privilegierten Regionen nicht leisten könnten, was in Konflikt mit dem Ziel 10 „Weniger Ungleichheit“ stehen würde. Unternehmen müssen daher branchenspezifische und individuelle Lösungen erarbeiten, die auf durchdachten Strategien basieren. 

Dieser Beitrag wurde von Sashia Niemeyer geschrieben, sie ist Projekt Managerin bei ekipa.

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